
Heute nehmen wir dich mit nach Galicien! Die Region im Nordwesten Spaniens überrascht mit einer enormen Vielfalt atemberaubender Landschaften: von rauen Küsten und leeren Stränden, hin zu saftig-grünen Hügeln mit idyllischen Flussläufen. Und zwischendurch immer wieder die historischen Getreidespeicher, die das Landschaftsbild prägen.
Wir sind im April 2022 mit unserem Wohnmobil und unserer Kleinen (damals 11 Monate) durch Galicien gereist und haben hier 7 unvergessliche Highlights zusammenfasst, die du unbedingt gesehen haben solltest:
- Santiago de Compostela
- Finisterre – Das Ende der Welt
- Praia de Nemiña bei Muxia
- A Coruña
- Costa Ártabra und Cabo Ortegal
- Geheimtipp
- Fazit
Santiago de Compostela
Beginnen wir mit einer Berühmtheit: die Stadt Santiago de Compostela. Als Ziel des Jakobswegs ist diese Stadt voller Geschichte, imposanter Architektur und pulsierendem Leben. Das Herzstück der Stadt ist zweifellos die majestätische Kathedrale von Santiago de Compostela, die mit seiner gotischen Architektur, den prächtigen Fassaden und den kunstvollen Details völlig zurecht UNESCO-Weltkulturerbe ist. Aber auch das bunte Treiben und die stolzen Gesichter der Pilgernden auf dem Vorplatz der Kathedrale, die engen Kopfsteinpflasterstraßen der Altstadt und die netten Cafés lassen dich in eine andere Welt eintauchen. Santiago de Compostela ist eine Stadt voller spiritueller Bedeutung – egal, ob du als Pilgernde:r kommst oder einfach nur die Schönheit und das Flair der Stadt erleben möchtest.

Finisterre – Das Ende der Welt
Finisterre – das eigentliche Ende des Jakobswegs – liegt auf einem Landzipfel ganz im Westen. Früher galt der Punkt tatsächlich als „das Ende der Welt“, denn vor einem liegt der weite Ozean.
Der 1853 erbaute Leuchtturm von Finisterre thront auf den Klippen und diente einst als Orientierungspunkt für Seefahrer, die die Gewässer vor der Küste Galiciens passierten. Hier, an der wilden Küste Galiciens, kannst du einen spektakulären Sonnenuntergang über dem Atlantik erleben und dabei sehnsüchtig den Blick in die Weite schweifen lassen.

Praia de Nemiña bei Muxia
Der Praia de Nemiña liegt unweit des Küstenortes Muxia in der Provinz A Coruña. Der Strand liegt fernab vom Trubel (keine Sorge, alleine ist man trotzdem nicht), aber lässt sich dennoch gut erreichen. Über kleine Sträßchen geht es durch die hügelige Landschaft, bevor die Straße hinunter zum Meer führt. Der Strand ist ein beliebtes Ziel für Surfer aller Niveaus, da die guten Wellen und konstante Meeresströmung optimale Bedingungen bieten. Der Strand und die Küste eignen sich ideal zur Entspannung und einen netten Spaziergang.

A Coruña
A Coruña, oder auch La Coruña, ist die größte Stadt Galiciens und eine lebendige Hafenstadt an der Nordwestküste Spaniens. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Herkulesturm – ein Leuchtturm aus römischen Zeiten. Das UNESCO-Weltkulturerbe wurde im 2. Jahrhundert erbaut und gilt als ältester noch aktiver Leuchtturm der Welt. Wenn es der Wind zulässt, darfst du auch auf den Turm hinauf und wirst mit einem tollen Blick auf die Küste und die Stadt belohnt.
Das Areal um den Herkulesturm eignet sich für entspannte Spaziergänge entlang der Küste. Es gibt auch einen netten Spielplatz, den haben wir ausgiebig getestet haben. Ums Eck befindet sich noch ein Aquarium, das ebenfalls einen Besuch wert ist. Wir haben ehrlich gesagt wenig Zeit in A Coruña verbracht und haben nicht einmal die Altstadt angesehen, die wohl sehr schön ist.

Costa Ártabra und Cabo Ortegal
Die Costa Ártabra ist ein faszinierender Küstenabschnitt mit einer beeindruckenden Vielfalt an zerklüfteten Klippen, goldenen Sandstränden, steilen Felsen und versteckten Buchten. Entlang der Küste schlängelt sich eine schmale Straße durch die Landschaft, mit zahlreichen spektakulären Aussichtspunkten.
Das Ende der Costa Ártabra markiert das Cabo Ortegal, ganz im Nordosten, an dessen Spitze der Leuchtturm von Cabo Ortegal steht und gut mit den Auto erreichbar ist. Der Leuchtturm von Cabo Ortegal steht auf einem Vorsprung und ist ein wichtiger Orientierungspunkt für Schiffe, die hier die gefährlichen Gewässer passieren. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Küste, die seit Jahrtausenden dem rauen Wetter trotzt und eine dramatische Kulisse geformt hat.


Geheimtipp
Wenn du etwas Zeit mitgebracht hast, solltest du auch die heißen Quellen von Caldas de Lobios in Os Baños besuchen. Diese kleine Oase der Entspannung und Erholung liegt etwas im Landesinneren, an der Grenze zu Portugal und ist vom Tourismus (noch) etwas abgeschirmt. Wir sind hier an einem ziemlich kalten Aprilmorgen vorbeigefahren und haben spontan angehalten, um uns in den heißen Quellen aufzuwärmen und zu entspannen. Achtung: für Baby und Kleinkinder überhaupt nicht geeignet.

Fazit
Galicien ist ein absoluter Geheimtipp! Wir waren völlig beeindruckt von der vielfältigen Landschaft. Im April war es zwar ziemlich windig und regnerisch, dafür war die Hauptsaison noch in weiter Ferne und es war extrem ruhig und entspannt. Ein Roadtrip durch Galicien verspricht eine unvergessliche Reise durch eine ganz besondere Region. Mach dich auf den Weg und entdecke die verborgenen Schätze Galiciens!
Warst du schon in Galicien und hast weitere Tipps für uns?
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